Lichttechniker – sie kosten gutes Geld
Wer schon einmal die Dienste eines Lichttechnikers in Anspruch nehmen musste, weiß, dass solche Techniker nicht unbedingt billig sind. Allerdings fließt nicht automatisch sämtliches gezahlte Geld in die Tasche des Lichtfachmanns. Auch er hat Ausgaben, die er decken muss. So sind für den Aufbau einer Lichtanlage im öffentlichen Raum oder für eine öffentliche Veranstaltung Genehmigungen und technische Abnahmen nötig. Diese gibt es natürlich nicht umsonst.
Bevor die Bühne beziehungsweise die Lichttechnik überhaupt aufgebaut werden kann, wird ein Stromanschluss benötigt. Ist einer vorhanden, wie es zum Beispiel in Veranstaltungssälen die Regel ist, fallen dafür auch keine weiteren Kosten an. Findet ein Konzert oder eine sonstige Veranstaltung, für deren Durchführung ein Lichttechniker benötigt wird, draußen statt, muss zunächst einmal ein Baustellenanschluss für die Stromversorgung organisiert werden. Hierfür müssen Anträge beim zuständigen Energieversorger gestellt werden, außerdem muss die Verkabelung vom TÜV oder einer anderen Prüforganisation abgenommen werden. Ist die Anlage komplett aufgebaut, wird es in der Regel nochmals zu einer Abnahme durch den TÜV kommen. Ob eine solche Abnahme nötig ist, entscheidet übrigens das zuständige Ordnungsamt.
Der Lichttechniker selbst möchte natürlich auch etwas verdienen. Lichttechniker ist zwar kein Ausbildungsberuf, allerdings kann sich auch nicht jeder einfach so bezeichnen. Es muss ein Kurs absolviert werden. Dieser dauert in der Regel vier Monate und muss vom Teilnehmer natürlich selbst bezahlt werden. Nach der Ausbildung erhalten Lichttechniker ein Diplom, das es ihnen erlaubt, diese Tätigkeit beruflich auszuüben. Pro Tag muss man etwa mit 100-150 Euro für einen guten Lichttechniker rechnen. Das ist nicht zu wenig, denn die Arbeit des Technikers ist mit dem Aufbau der Anlage ja nicht beendet. Während der Veranstaltung kümmert er sich auch um das reibungslose Funktionieren der gesamten lichttechnischen Anlage. Dazu gehört auch die Bedienung des Computers, der die Lichtanlage steuert. Ist die Veranstaltung beendet, baut der Lichttechniker die Anlage wieder ab.
Für den Fall, dass sich vor Ort keine Lichttechnik befindet, bringen Lichttechniker unter Umständen auch ihre eigenen Anlagen mit. Hierbei entstehen dann natürlich zusätzliche Kosten. Zum einen fallen Kosten für die Miete der Geräte an und zum anderen muss auch der Transport der Anlage bezahlt werden.