Chromatische und diatonische Instrumente
Manche Instrumente, wie zum Beispiel Akkordeons, sind in diatonische und chromatische Modelle unterteilt. Das bedeutet, man kann sie eventuell nicht einfach spielen, sondern muss eine bestimmte Spielweise wählen, je nachdem, welche Töne man erzielen will. Beim chromatischen Akkordeon macht es keinen Unterschied, ob man gerade den Balg auseinander oder wieder zusammen bewegt. Hier kann durch einfaches Drücken der richtigen Tasten die Melodie gespielt werden. Die Tonleitern und die Notenschrift entsprechen dem, was jeder Schüler im Musikunterricht in der Schule erlernt. Gerade beim Akkordeon und einigen Knopf-Harmonikas ist die chromatische Version die einfachere, die schneller verstanden werden und somit auch leichter erlernt werden kann. Der Fingersatz, die Duren: Alles entspricht dem Musikschema, das jeder irgendwann einmal in der Theorie erlernt.
Beim diatonischen Instrument drückt man eine Taste, erhält aber je nach Zug oder Druck einen unterschiedlichen Ton. Beim Auseinanderziehen des Balgs wird eine andere Tonart erklingen, als beim Zusammendrücken. Das gilt für die Melodieseite ebenso, wie für die Bass-Seite des Handzuginstruments. Bekannte Instrumente aus dieser Gattung sind die steirischen Harmonikas, oft in der Volksmusik und der volkstümlichen Musik zu finden. Auch eine Mundharmonika kann ein diatonisches Instrument sein, was bedeutet, dass beim Hineinblasen ein anderer Ton erklingt, als beim Anziehen der Luft mit dem Mund. Für diatonische Instrumente wird eine andere Notenschrift benutzt, die zwar die gleichen Symbole verwendet, zusätzlich aber beispielsweise die Anweisung beinhaltet, ob gezogen oder gedrückt, geblasen oder gesogen werden muss. Das Erlernen diatonischer Instrumente ist deutlich schwerer; irgendwann aber geht es bei ausreichender Musikalität in Fleisch und Blut über, wann welche Töne aus dem Instrument erklingen.